Am 23.3.2016 um 22 Uhr auf BR3: Mein Kampf – Programm eines Massenmörders Dokumentation, 90 Min., Deutschland 2016

Autor und Regie: Klaus Gietinger (Mitarbeit: Douglas Wolfsperger)
Kamera: Martin Meyer, Schnitt: Klemens Radke, Produktion: Tellux München, Produzent: Martin Choroba, Leitung: Werner Reuß BR

Mediathek:
http://www.br.de/mediathek/video/video/programm-eines-massenmoerders-100.html

Bild MK

http://www.br.de/presse/inhalt/pressemitteilungen/ard-alpha-themenabend-hitler-mein-kampf-100.html
http://presse.phoenix.de/dokumentationen/2016/02/20160213_Mein_Kampf/20160213_Mein_Kampf.phtml

Hitlers zweibändige, 1925 und 1926 veröffentlichte Propagandaschrift „Mein Kampf“ ist politisches Programm und unverhohlene Absichtserklärung zugleich: Judenvernichtung, Krieg, „Lebensraum Ost“ – als Hitler an der Macht war, setzte er um, was er bereits Jahre zuvor geschrieben hatte.
In der 90-minütigen Dokumentation „Mein Kampf – Programm eines Massenmörders“ begibt sich die Journalistin Vivian Perkovic an die Orte, an denen Hitler seine Hetzschrift verfasste, und dorthin, wo er Ideen für das Buch sammelte. Dabei zeigt sich: Hitler nahm viele damals weit verbreitete geistige Strömungen auf und entwickelte aus zahlreichen Versatzstücken die Grundlage der nationalsozialistischen Ideologie. Außerdem verfälschte er seine Biografie und stilisierte sich als „Führerfigur“. In „Mein Kampf“ erprobte er die demagogischen Mittel, die er später perfektionierte. Interviewt werden Experten, die sich seit Jahren mit „Mein Kampf“ beschäftigen. Darunter ist auch das Historiker-Team des Instituts für Zeitgeschichte in München, das im Januar eine Neu-Edition von „Mein Kampf“ mit kritischen Kommentaren und Einordnungen herausbringen wird. Umfassendes Archivmaterial ergänzt die filmische Recherche-Reise.

Mit Christian Hartmann, Thomas Vordermayer, Manfred Deiler, Othmar Plöckinger, Edith Raim, Roman Töppel, Joe Reilley, Arthur Staymates, Barbara Zehnpfennig, Micha Brumlik, Wolfram Pyta, Götz Aly und Johannes Zirner.
Im letzten Teil beschäftigt sich der Film ausführlich mit den Konsequenzen aus Hitlers Buch. Eine Erkenntnis daraus: Ohne die Mitwirkung eines Großteils der deutschen Bevölkerung wäre es nie so weit gekommen. Das Fazit der Doku: Hitlers „Mein Kampf“ sollte nicht weggesperrt, sondern diskutiert, eingeordnet und erklärt werden – um den Mythos um das Buch zu entzaubern und vor allem, um die demagogischen Mittel jener Zeit besser zu verstehen. Dass diese auch heute noch aktuell sind, zeigen nicht zuletzt rechtspopulistische Bewegungen und das Erstarken rechtsnationaler Parteien in ganz Europa.